Kennen Sie noch Pinballautomaten? Das Ziel, den Ball so lange wie möglich im Spiel zu halten, ist gar nicht so einfach zu erreichen. Was jedoch wie eine moderne technische Errungenschaft aussieht, ist ein Gerät, dessen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Ursprünglich handelte es sich jedoch um ein mit Nägeln beschlagenes Brett, bei dem ein Ball, bzw. eine Stahlkugel auf dem Weg abwärts Hindernisse für Punkte trifft.

Im 20. Jahrhundert kam die Elektronik dazu und Flipperautomaten konnten auf einmal eine Menge an Geräuschen von sich geben. Im Los Angeles der 30er Jahre waren Flipperautomaten als illegal erklärt worden und in den 40ern wurden sie auch in Chicago und New York verboten. Dies lag jedoch hauptsächlich daran, dass der Gewinn von Freirunden, den Flipper wie Glücksspiel aussehen ließ. Nachdem dieses Feature beseitigt wurde, konnten die Hersteller auch wieder legal ihre Automaten aufstellen lassen. In den 1940er Jahren wurde dann der erste Flipperautomat gebastelt, welcher den Namen Humpty Dumpty erhielt. Die damals bekanntesten Hersteller hießen Gottlieb und Williams; kleine Wettbewerber fanden sich in Bally und CDI. Für einige Jahre hatte auch die Videospielfirma Sega eine eigene Flippersparte, welche passenderweise Sega Pinball hieß. In den 90ern stagnierte das Interesse an Flipperautomaten jedoch flächendeckend, sodass Konsolidierungen und Schließungen stattfanden. Die einzige aktuell noch relevante Flipperautomatenfirma ist Stern.

In den 1970ern wurden Flipperautomaten mit viel Pfennig- und Markstücken gefüttert. Ebenso wurden bekannte Filme lizenziert um das Spiel am Automaten noch attraktiver zu gestalten. Während der 70er und 80er Jahre konnten Pinnballautomaten die größte Beliebtheit verzeichnen. Jedoch kamen in den 90er ebenfalls einige legendäre Maschinen wie The Adams Family und Mr. Ripleys auf den Markt. Aufgrund des jeweiligen Franchises konnten Indiana Jones und Star Trek Flipper ebenfalls einige Fans in ihren Bann ziehen. In den 2000er Jahren wurden ebenfalls noch einige Automaten produziert, wie beispielsweise The Simpsons Pinball Party.

Flipperautomaten selber basieren auf ein paar festen Spielelementen. Dazu gehören die Zielscheiben, wie beispielsweise die Swing Targets, Drop Targets und Bullseye Targets. Wenn die Kugel in einen dieser Zielscheiben landet, so erhält der Spieler zumeist mehr Punkte.

Ebenfalls wichtig sind die Schlagtürme, auch Bumper genannt. Das sind die größeren bolzenartigen Dinger, an denen Bälle oft abprallen und mit mehr Geschwindigkeit über das Spielfeld rollen. Der Kontakt mit diesen Bumpern kann ebenfalls zusätzliche Punkte bringen.

Ein weiteres wichtiges Element sind die Slingshots. Hierbei handelt es sich um die runden Dreiecke am unteren Spielfeldrand, welche aussehen wie ein wirklich schlecht abgeschnittenes Stück Kuchen. Diese Slingshots können den Ball im Spiel halten, bei zu viel Energie oder zu wenig Kontrolle diesen allerdings auch hinauskatapultieren.

Flipperautomaten können eine Menge Spaß bereiten. Leider sind sie heute nicht mehr so oft auffindbar wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Dennoch sorgen die verschiedenen Lizenzen für einige spannende Momente voll Spielspaß.