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Thema: BGV A3 Prüfung

  1. #1
    Zimtelfe
    Forumat Freak Avatar von Zimtelfe

    BGV A3 Prüfung

    Hallo zusammen,

    ich bin seit ein paar Tagen Sicherheitsbeauftragte in unserer Firma. Das macht doch mehr Spaß als gedacht, nur steh ich jetzt vor einem Problem. Ich habe von einem Bekannten gehört, das in seienr Firma Leute kommen und die Geräte prüfen - er arbeitet in einer Werkstatt. Gilt das nur für ihn oder müssen wir das auch in unseren Büros machen lassen? Alles was ich im Internet finde ist, um ehrlich zu sein nicht gerade leicht zu verstehen. Ich möchte meinem Chef einen stichhaltigen Grund geben, warum wir das brauchen, da das ja wohl wieder mit Geld verbunden ist. Kann mir jemand dazu ein bisschen was erklären?

    Danke und Lg

  2. #2
    Kev
    Mitglied Avatar von Kev
    Hi Zimtelfe,

    die BGV A3 Prüfung ist für jedes Unternehmen mit elektrischen Anlagen und anderen Betriebsmitteln Pflicht. Hier mal ein Auszug:

    DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) Allgemein

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die TRBS 2131 "Elektrische Gefährdungen" im Juli 2010 aufgehoben. Alle weiteren technischen Regeln der Betriebssicherheit (TRBS) bleiben bestehen. Die BGV A3 Verordnung wurde in Folge der Fusion der Spitzenverbände von Berufsgenossenschaften und öffentlichen Unfallversicherungsträgern zur Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV umbenannt und heißt seit dem 1. Mai 2014 DGUV Vorschrift 3. Die Vorschrift hat in dieser Form weiterhin Bestand. Die Überprüfung ortsveränderlicher und ortsfester elektrischer Geräte, Anlagen und Betriebsmittel sind in Unternehmen und für Vermieter Pflicht. Der Gesetzgeber hat diese Vorschrift in das 7. Sozialgesetzbuch (SGB VII, Gesetzliche Unfallversicherung) übernommen. Die Prüfungen von elektrischen Geräten, Anlagen und Betriebsmittel sind in der DGUV Vorschrift 3, TRBS, (ArbschG) und (BetrSichV) festgelegt.

    Die regelmäßige Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 lohnt sich

    Bei der Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 (BGV A3 Prüfung) sind die sich hierauf beziehenden elektrotechnischen Regeln aller DIN VDE Normen zu beachten. Bei einer Gefährdungsbeurteilung nach TRBS 1111 hat man zwar jetzt einen größeren Freiraum für die Prüffristen, gleichzeitig hat man auch eine größere Eigenverantwortung mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

    Dank regelmäßiger Überprüfung Ihrer elektrischen Geräte, Betriebsmittel, Anlagen und Maschinen schaffen Sie also nicht nur eine wesentliche Voraussetzung zum Erhalt Ihres Versicherungsschutzes und weisen eine gesetzeskonforme Ausstattung Ihres Unternehmens nach, sondern Sie schützen auch sich und Ihre Mitarbeiter vor möglichen Gefahren im täglichen Umgang. Im Schadensfall schließen die Berufsgenossenschaften und die Versicherungen ihre Haftung aus, wenn diese Betriebsmittel nicht nach DGUV Vorschrift 3, TRBS, Arbeitsschutz Gesetz (ArbschG) und Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) geprüft und so sicherheitstechnsiche Standards nachgewiesen wurden. Besser also, Sie sind rechtlich auf der sicheren Seite.

    So vermeiden Sie Ärger und hohe Kosten durch Ansprüche von Dritten. Mit der Dokumentation sind Sie Ihrer Fürsorgepflicht nachgekommen und können dies auch belegen. Die Nachweispflicht der Überprüfungen gilt gegenüber den Gewerbeaufsichtsämtern, den Berufsgenossenschaften und den Versicherungen.
    Quelle: https://www.sbe-elektroservice.de/dguv-vorschrift

    Im Klartext heußt das: Es ist eine Vorschrift der Berufsgenossenschaft, dass alle elektrischen Geräte geprüft werden. Zum einen natürlich auf ihre Funktionalität und zum anderen aber, ob sie eine Gefährdung für die Mitarbeiter darstellen. Solche Prüfungen und die Dokumentation davon fallen in die Fürsorgepdlicht des Arbeitgebers. Außerdam ist so eine Prüfung in seinem besten Interesse. Falls einem MItarbeiter etwas passiert und keine Prüfung stattfand, dann kann es durchaus sein das die Berufsgenossenschaft und die Versicherung die Haftung dafür ausschließen.
    Es gibt genug Firmen, die diese Prüfung machen und auch die Dokumentation übernehmen. Falls dein Chef nicht weiß, dass er das machen muss, dann kannst du ihm einfach sagen das es Vorschrift ist. Das sollte schon reichen.

    Gruß


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